Rezensionen

Rezension "Mein Weg nach Rom"

 In unserer multimedialen Zeit mit ihren oberflächlichen digitalen Informationen auf PC, Handys und Smartphones kommt das Lesen eines Buches immer mehr ins Hintertreffen. Und wer sich mal wieder die Zeit zum Lesen des gedruckten Wortes nimmt, kann Gedanken und Beweggründe eines Autors viel besser erfassen und erkennen, als dieses durch moderne Informationsmedien unseres Jahrtausends möglich ist. Das intensive Lesen eines Buches muss nicht immer von Vorteil sein, ist der Leser doch in der Lage, sich durch Markierungen im Text und Rückblättern sehr intensiv, aber auch in Einzelfällen kritisch mit dem gedruckten Wort zu beschäftigen.
 

Wer das Buch von Schuberth in ruhigen Minuten liest, wird Motivation und Hintergründe begreifen, die zu seinem "Weg nach Rom" geführt haben. Das Buch eröffnet dem Leser bereits in der Einleitung und ohnehin erst später in eigenen Kapiteln die nicht nur lange zurückliegenden Wünsche einer Pilgerfahrt nach Rom, sondern vor allen Dingen die Lebenszäsur vom Unternehmer zum Privatier. Diesen sich zwangsläufig bei jedem Menschen abzeichnenden Lebensabschnitt beschreibt Schuberth in gängiger Tiefe, wobei hier auch die einzelnen Familienmitglieder und ein professioneller Berater für Betriebsübergaben in eigenen Kapiteln zu Worte kommen als quasi multimedial begleitende Stimmen. Dadurch wird die subjektive Sicht des Autors um die Betrachtungen Dritter objektiviert, so dass der Leser ein berufs- und wohnweltumfassendes Bild der Gedanken Schuberths erhält.
 

Diese multiple Autorenschaft unterschiedlicher Generationen und Berufsgruppen wird bereits in der Schreibsprache deutlich. Neben der sachlichen Sprache eines Unternehmensberaters und der der heutigen Zeit entsprechenden Diktionen der jüngeren Familie prägt die Schilderung von Schuberth eine eher archaische Schreibsprache der im Lebenswandel begriffenen Personen. Kritik? Nein, ganz gewiss nicht. Denn hier bringt der Autor mit eigenen Worten seiner Generation die eigenen Schilderungen zum Ausdruck, was als Indiz einer Ehrlichkeit in der Sprache zu werten ist, ohne dass gekünstelt dem Mainstream der sich auch immer wieder ändernden Sprache zwangsweise Rechnung getragen werden soll. Während andere Autoren sich in ihrer Schreibsprache schon mal zur angeblichen  Modernität der Sprache vergewaltigen lassen, bleibt Schuberth sich und seiner Sprache treu.


Wer einen rein sachlichen Reisebericht erwartet, mag enttäuscht sein. Aber darum ging es Schuberth auch nicht. Denn in seinen gewählten Worten und auch zwischen den Zeilen kommen deutlich seine Motivationen und Beweggründe zum Tragen, die zu dieser Pilgerreise geführt haben. Mehr wollte der Autor nicht und das ist ihm auch gelungen.


Anders als in der modernen digitalen Welt mit ihren ausschließlich informationsbezogenen sachlichen Oberflächlichkeiten kann derjenige verstehen und begreifen, der auch intensiv lesen kann.

Ulrich Heise, Düsseldorf
im Oktober 2010

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